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Hier beschreiben wir vier verräterische Setzmuster, nach denen du bei deinen Gegnern Ausschau halten solltest, und erklären dir, was zu tun ist, wenn du sie erkennst:

Beim River immer schieben

Das häufigste Spielmuster bei Hold’em ist das Schieben beim River.

Wahrscheinlich machst auch du das. Du bist vor dem Flop mitgegangen, hattst ein ziemlich gutes Blatt, also hast du beim Flop und beim Turn gesetzt. Da dir der River aber nichts Nennenswertes gebracht hat, machst du einen Rückzieher und schiebst, da du befürchtest, dass ein anderer Spieler etwas Besseres haben könnte.

Wenn du ein derartiges Setzverhalten bei einem Gegner bemerkst, hast du gute Chancen mit einem Bluff davonzukommen, da er ohnehin annimmt, dass du etwas Gutes hast.

Check-raisen

Dieses Spielmuster ist ein Klassiker. Wenn ein Spieler beim Turn schiebt und erhöht (ein sog. Check-Raise), um dann beim River zu setzen, tut er das, weil er höchstwahrscheinlich ein außerordentlich gutes Blatt hat. Eigentlich ist dies die üblichste Taktik in so einer Situation.

Solche Spieler gehen unbemerkt beim Flop mit, schummeln beim Turn ein Check-Raise hinein, um dann – vorausgesetzt der River bringt keine Überraschung – nochmals zu setzen und alle auszutricksen, die naiv genug waren, mitzugehen.

Wenn du beim Turn ein Check-Raise bemerkst, solltest du unbedingt passen, außer du hast:

  • Selbst ein Monster in der Hand (d. h. ein erstklassiges Blatt)
  • Einen Draw zu einem besseren Blatt als dein Gegner vermutlich hat

Passen mag zwar nicht so spannend sein wie Setzen, doch du ignorierst diese Warnung nur auf eigene Gefahr.

Beim Flop passen

Wenn jemand vor dem Flop setzt oder erhöht, jedoch passt, sobald die Flop-Karten vor ihm liegen, weißt du, dass du es mit einem sehr vorsichtigen Spieler zu tun hast.

Dies ist die Sorte Spieler, die setzt, wenn sie Anfangsblätter erhält, die gut genug sind, wie ein Paar Buben oder Ass-König, es aber auch schafft, auszusteigen, wenn der Flop riskant erscheint.

Das nächste Mal, wenn dieser Spieler beim Flop setzt, kannst du davon ausgehen, dass er ein gutes Blatt hat. Entscheide dann, ob deins stark genug ist, um dagegen anzukommen.

Probiere es mit einem kleinen Einsatz. Dein Gegner wird vom Flop ohnehin meist enttäuscht sein und passen.

Mitgehen, mitgehen, erhöhen

Wenn ein Gegner beim Flop mitgeht, beim Turn mitgeht und dann plötzlich beim River erhöht, weißt du, dass er etwas vorhat.

Die meisten Spieler denken in einer solchen Situation, dass sie genauso gut einen letzten Einsatz bezahlen können, da sie ihrem Gegner ohnehin schon bis zum River gefolgt sind. Letztlich verlieren sie aber ihren Stack.

Gehe solchen Spielern nicht auf den Leim. Sei achtsam, wenn das nächste Mal jemand beim River einen Zahn zulegt.